Molaren Inzisiven Hypomineralisation (MIH)

MIH ist eine Störung der Zahnschmelz-Reifung. Der Schmelz ist schon beim Erscheinen des Zahnes gelblich-bräunlich verfärbt, ist weich, porös und hält dem Kaudruck nicht stand: Die Zähne werden häufig sehr temperaturempfindlich. Die rauchen Oberflächen werden oft kariös. Weil das Zähneputzen weh tut, ist die Zahnpflege oft erschwert.

Eine genaue Ursache für MIH ist nicht bekannt. Diskutiert werden häufige Infekte der oberen Luftwege, Kinderkrankheiten bei sehr kleinen Kindern, Magen-Darm-Infekte, Mangelernährung, Umwelteinflüsse.

Wichtig ist, dass die Störung früh behandelt wird, damit es gar nicht erst zu der Überempfindlichkeit kommt. Der empfindliche Schmelz wird mit Fluorid-Lack gekräftigt, er kann versiegelt werden, oder Defekte können mit Glasionomerzement vor weiterem Zerbröckeln geschützt werden.

Sobald der Zahn weiter in die Mundhöhle gewachsen ist, kann er mit einer Kunststofffüllung versorgt werden. Der Kunststoff (Composit) wird mit speziellen Klebern (Adhäsiv) mit dem Zahn verbunden. Dadurch klingt in der Regel die Überempfindlichkeit ab.

Für die häusliche Zahnpflege sind fluoridierte Zahnpasten mit ausreichendem Fluoridgehalt (1400 ppm) wichtig. Ausserdem kann das Kind mehrfach am Tag Calciumpräparate auftragen.

Aktueller Beitrag von Radio Bremen "Buten und Binnen"


Bertzbach MIH

Bertzbach MIH